„Just kind of did it“ – ein Motto mit Zukunft?

Entlassfeier der 9. und 10. Klassen

Die Abgänger der Jahrgangsstufen 9 und 10 der IGS Rockenhausen feierten am vergangenen Mittwoch mit ihren Familien, Freunden und Lehrern in der Donnersberghalle ihre Berufsreife oder den Qualifizierten Sekundarabschluss I. Durch das Programm der Abschlussfeier führten die Moderatoren Hanna Fellenberger und Alexander Hill.

Die feierliche Versammlung zur Verabschiedung der Schülerinnen und Schüler wurde durch die musikalischen Beiträge der Bläserklasse der Jahrgangsstufe 8 unter der Führung durch Jens Illichmann und Uwe Rogge klasse begleitet, hier zahlt sich die Förderung der musikalischen Talente aus, was auch die Honoratioren in ihren Grußworten hervorgehoben haben. Besonders passend zum gewählten Motto der Feier „Just kind of did it“ war hierbei die Interpretation von „Don’t worry – be happy“, das wohl eher zufällig als Allegorie auf die im Motto beabsichtigten Aussagen verstanden werden kann. Denn die Gewissheit, dass am Ende alles gut wird und nach der Schulzeit ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der vor allem auf ein selbstbestimmtes Wirken und Erleben hin ausgerichtet ist, kann durch das Motto auch missverstanden werden, worauf der Schulleiter der IGS Rockenhausen, Herr Melzer, in seiner Rede hinwies. So gehe es nicht immer mit „Durchwurschteln“ und „irgendwie schaffen“, vielmehr müsse versucht werden, den „nächsten Lebensabschnitt planvoll und zielgerichtet“ anzugehen. Um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, dürfen Ordnung und Struktur nicht fehlen.

Zudem würdigte Herr Melzer auch die unterschiedlichen Qualifikationen zur Berufsreife. Der Wert eines Menschen dürfe nicht an seinem Abschluss festgemacht werden, auch Umwege können bei der Suche nach dem richtigen Lebensweg lohnenswert sein. Eine klare konzeptuelle Ausrichtung und planvolles Vorgehen wünscht sich Herr Melzer aber nicht nur bei den Schülern. Als Leid geplagter Bauherr einer IGS beispielsweise sei das Motto der Schülerschaft auch allzu oft im Alltag der verantwortlich Handelnden tief verankert: „Das kriemer schunn“.

Der in seinem Amt gerade bestätigte Verbandsgemeinde-Bürgermeister, Herr Cullmann, reagierte in seinem Grußwort spontan auf die Kritik Melzers und versprach, sich persönlich für die Belange der IGS Rockenhausen einzusetzen. Den Schülerinnen und Schüler wünschte er für Ihre Zukunft alles Gute und gab ihnen mit auf den Weg, für den neuen Lebensabschnitt Kraft aus den schönen Erlebnissen ihrer Schulzeit zu schöpfen.

Herr Schneider, Erster Beigeordneter der Stadt Rockenhausen, überbrachte den Absolventen Glückwünsche der Stadt, verbunden mit der Hoffnung, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auch der Vorsitzende des Schulelternbeirats, Herr Klein, hob in seinem Grußwort in Form einer Anekdote die Bedeutung der ethisch-moralischen Voraussetzungen für die gesellschaftliche Rollenübernahme hervor.

Die Preisverleihung fand in Verbindung mit Anerkennung und guten Wünschen statt. Die Preisträger im Einzelnen:

Preis des Ministeriums für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule: Viviane Reiser.

Stadt Rockenhausen – Preis für den Besten der Jahrgangsstufe 10: Viviane Reiser.

Verbandsgemeinde Rockenhausen – Preis für den Besten der Jahrgangsstufe 9: Julianna Szabo.

Förderverein der IGS Rockenhausen – Preis für den Besten der 10P: Esther Buschmeyer. Förderverein der IGS Rockenhausen – Preis für sechs Jahre Bläserklasse: Louis Rontas.